Ein ehrlicher Blick auf Selbstkritik, Körperbild und den Weg zur Selbstannahme
91 % aller Frauen sind unzufrieden mit ihrem Körper.
Das ist eine erschreckende Zahl – und leider Realität für viele von uns.
Wir sind unsere härtesten Kritikerinnen.
Das Tragische daran: Oft sehen unsere Freund:innen oder Partner:innen gar nicht das, was wir selbst als „unperfekt“ oder sogar „hässlich“ empfinden.
Im Gegenteil – viele Männer lieben weibliche, kurvige Körperformen!
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich diese Selbstablehnung anfühlt.
Ich habe viele Jahre in der Model- und Medienbranche gearbeitet und war täglich einem extrem ungesunden Idealbild von „Perfektion“ ausgesetzt. Ich wurde ständig verglichen und habe mich selbst unter Druck gesetzt, diesem Bild zu entsprechen.
Diese Gleichungen haben sich tief eingeprägt:
Perfekt = Gut. Dünn = Glücklich.
Doch ich kann dir sagen:
Die Zeiten, in denen ich am dünnsten war, waren auch die, in denen ich am unglücklichsten war.
Voll von Traurigkeit.
Voll von Selbsthass.
Heute würde ich gerne in der Zeit zurückreisen – und meinem 16-jährigen Ich sagen, wie sehr ich sie liebe. Wie wunderschön sie ist. Genau so, wie sie ist.
Warum nur fällt es uns so schwer, unsere eigene, einzigartige Schönheit zu sehen?
Warum fokussieren wir uns so sehr auf das, was nicht perfekt ist, anstatt dankbar zu sein für das, was wir haben?
Der Weg, meinen Körper so zu akzeptieren, wie er ist, war lang.
Er war verbunden mit viel innerer Arbeit. Und mit einem tiefen Schmerz darüber, wie viel Selbsthass wir Frauen oft in uns tragen – in unseren Blicken, in unserer Sprache, in unserem Denken.
Wir sind alle so einzigartig. So schön.
Warum also sind wir so hart mit uns?
Ein Grund liegt in dem täglichen Einfluss, dem wir uns selbst aussetzen – Bilder auf Instagram, Facebook, in der Werbung. Körper, mit denen wir uns vergleichen. Bilder, die oft entweder nicht echt (Photoshop) oder nicht gesund(Essstörungen) sind.
Der erste Grundsatz der yogischen Philosophie lautet Ahimsa – Gewaltlosigkeit.
Ahimsa beginnt in unserem Inneren: in unseren Gedanken, in der Art, wie wir über unseren Körper sprechen, wie wir mit uns selbst umgehen.
Wie oft beurteilen wir uns selbst mit Härte, mit Ablehnung, mit Gewalt?
Der Pfad von Yoga, Achtsamkeit und Meditation hat mir geholfen, Frieden mit mir selbst zu schließen.
Yoga bedeutet für mich: Intimität mit mir selbst.
Wie sehr kann ich mich selbst annehmen – mit allem, was ich bin?
Das ist es, was ich lehren möchte:
Den Weg zurück zu sich selbst.
Die Freundschaft mit dem eigenen Sein.
Die Rückverbindung zur eigenen Seele.
Und du?
Wie fühlst du dich zu diesem Thema?
In Verbundenheit,
Wanda
